Thurytal

Als landschaftliche Idylle in Stadtnähe präsentiert sich das Thurytal. Einst hallte durch das „Tal der Hämmer“ das Rauschen unzähliger Wasserräder durch welche die Hammerschmieden angetrieben wurden. Seit etwa
150 Jahren heißt der Oberlauf der Feldaist „Thurytal“. Der einst mächtige Hammerwerksbesitzer Josef Thury hatte die Kraft des Wassers an drei Stellen zum Betrieb von Eisenhämmern ausgenützt, beim 1., 2. und 3. Hammer.
Die Reste des 2. Hammers wurden um 1990 von Mitgliedern des Vereins „Thurytal“ fachmännisch restauriert und eine Schauschmiede und ein Wasserrad errichtet. Vom 3. Eisenhammer sind nur mehr Relikte vorhanden. Die Familie Thury stammte aus dem Waldviertel. Sie waren Handelsherren, deren Frachtwagen sogar bis Triest, Breslau und Krakau fuhren. Josef Thury war lange Zeit Bürgermeister von Freistadt und ab 1840 sogar Vertreter der landesfürstlichen Städte bei den Landesständen (heute etwa der Landtag). Die drei Hammerschmieden erzeugten Sensen, bäuerliches Handwerkzeug, Tür- und Fensterbeschläge, Nägel, Eisentüren und vieles mehr. Der letzte Thury brachte es zum Titel „Kammerlieferant seiner kaiserlichen Hoheit Erzherzog Eugen“.

TIPP: Schmieden Sie Ihren eigenen Thury-Taler und erleben Sie alte Handwerkskunst und einen durch Wasserkraft betriebenen Schmiedehammer.
Infos und Buchung für Gruppen unter +43 (0)7942 75700.