Der erste Hammer

Anton Spor, ein angesehener Mann aus Kaufbeuern, kaufte im Jahr 1530 die Prandtmühle, den Hammer eins. Er dürfte es auch gewesen sein, der diese Mühle in eine Eisenziehe und Schleife umfunktionierte.
Unter Eisenziehe ist eine Werkstätte zu verstehen, in der Eisen durch Hämmern usw. in eine andere Form gebracht wird. Nach wirtschaftlichem Auf und Ab und zahlreichem Besitzwechsel erwarb im Jahr 1853 auf dem
Lizitationswege Wilhelm Thury alle drei Hammerwerke. Nachdem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Schmieden zwei und drei schließen mussten, erklangen die Hämmer hier noch bis ins Jahr 1987 weiter.
Der letzte Schmiedemeister war Josef Etzelsdorfer. Bis ins Jahr 2006 betrieb der Künstler Alfred Simkovics ein Atelier für Metall- und Holzkunstwerke. In früherer Zeit waren auch die unweit entfernt liegende „Walk“
sowie die Aichhorn-Steinmühle Eisenziehen und Schleifen.