Schloss Freistadt

Der eindrucksvolle Bergfried beherbergt heute das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt und diente einst als Wachturm der Stadt. Rechts steht der alte Getreidespeicher von 1552, an dessen Stadtgrabenseite eine Zinne der alten Stadtmauer noch zu sehen ist und an der Nordseite eine Aussparung des ehemaligen Wehrganges. Der 1984/85 zur Jugendherberge ausgebaute Speicher diente schon in früheren Jahren als Wohnhaus, Jugendherberge und Musikschule. Der Schlossgraben ist schon im 19. Jhdt. zugeschüttet worden. Durch ein gotisches Tor, an dem noch die Rollen für die Zugbrücke zu erkennen sind, gelangt man in den inneren Schlosshof. Über der Toreinfahrt befinden sich die beiden gotischen Fenster der Schlosskapelle. Der Innenhof zeigt uns die große Anlage der Burg mit dem halbkreisförmigen Grundriss. Unter dem Dach des 50 Meter hohen Bergfrieds befindet sich noch heute die Wächterstube und außerhalb der auf Kragsteinen ruhende Rundgang. Im Hof befindet sich ein Treppenhaus und ein überdachter Gang in Stockhöhe. Das Schloss, von den Habsburgern 1363 erbaut, gehört
heute der Republik und beherbergt seit 1939 auch das Finanzamt.