Pferdeeisenbahn Linz-Budweis

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden jährlich ca. 50.000 Tonnen Salz aus den oberösterreichischen Förderstätten nach Böhmen, Mähren und Niederösterreich transportiert. Täglich machten sich durchschnittlich 350 Salzwagen auf die drei- bis fünftägige Reise nach Böhmen. Zur Verkürzung der Fahrzeit gab es verschiedene Pläne, unter anderem eine Wasserstraße zwischen Moldau und Donau. Mit der Idee von Franz Josef von Gerstner, eine Pferde-Eisenbahn zu bauen, beginnt 1807 die Eisenbahngeschichte in Österreich. Erst sein Sohn Franz Anton konnte 1824 mit dem Privileg Kaiser Franz I. mit dem Bau beginnen. 40 Jahre lang, von 1832 bis 1872, war die Bahn in Betrieb. Die Pferdeeisenbahn stellte aber auch für damalige Zeiten eine Weltneuheit dar. Auch Personentransporte wurden nach einem regelmäßigen Fahrplan durchgeführt. Die Fahrt von Linz nach Budweis dauerte 14 Stunden. Genau in der Mitte, beim Scheitelbahnhof in Kerschbaum, wurde in der Bahnhofsrestauration eine Stunde Mittagsrast bei Speis und Trank gemacht. Heute kann man auf einem Wanderweg von Linz nach Bujanov (Angern) die Spuren dieser technischen Pionierleistung suchen.,

TIPP: Besuchen Sie das Pferdeeisenbahnmuseum in Kerschbaum und nehmen Sie im
Luxuswagen „Hannibal“ Platz. Erleben Sie das Gefühl, so zu reisen wie einst die Herrschaften
des Habsburger Kaiserreichs. Auf einem halben Kilometer werden Sie von 1 PS gezogen.
www.pferdeeisenbahn.at