Braucommune in Freistadt

Das Bier und dessen Erzeugung hatte in Freistadt schon in grauer Vorzeit einen hohen Stellenwert. Im Jahr 1770 wurde der Grundstein für den Bau eines neuen Brauhauses gelegt, welches in den Jahren bis 1780 errichtet wurde. Zur Wahrung ihrer Interessen schlossen sich die brauberechtigten Bürger der 149 Häuser der Freistädter Innenstadt zur Braucommune in Freistadt zusammen. Die Einlagen der sogenannten Brauinteressenten bestanden aus Eimern (Eimer = altes Hohlmaß, ca. 56 Liter), wobei das Grundkapital = 6.390 Eimer auf die 149 Brauinteressenten ungleichmäßig verteilt wurde. Die damals von den „Freistädter Braucommunisten“
erworbenen Rechte und Pflichten blieben bis heute unangetastet und haben somit immer noch ihre Gültigkeit. Die „Commune“ als Rechtsform einer Gesellschaft ist auch heute noch im Firmenbuch als solche eingetragen und gilt mittlerweile als letzte ihrer Art in Europa. Von 2010 bis 2013 hat die Brauerei die größten Umbauarbeiten in ihrer 250jährigen Geschichte erfahren; alle Betriebsanlagen sind nun zeitgemäß um die Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu sichern.

TIPP: Besuchen Sie den Bierhumidor in der Braucommune in Freistadt mit seinen 100 verschiedenen Biersorten.